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Ziele setzen: Wie du Ziele formulierst, an denen du dranbleibst

Ziele setzen: Wie du Ziele formulierst, an denen du dranbleibst

Ziele setzen heisst, eine Absicht so konkret und so tief in deinen Werten zu verankern, dass du auch dann dranbleibst, wenn es anstrengend wird. Ein Ziel ist mehr als ein Wunsch: Es hat eine messbare Grösse, einen Termin – und vor allem ein Warum, das aus dir selbst kommt. Genau an diesem Warum scheitern die meisten, nicht an der Technik.

Das klingt einfach. Und trotzdem habe ich es jahrelang falsch gemacht – obwohl ich felsenfest überzeugt war, alles richtig zu machen. Lass mich dir zeigen, wie sich das anfühlt, in dem ich dir erstmal eine kleine Geschichte aus meiner Vergangenheit erzähle:

Peng! Ziele setzen – und schon geht die Rakete ab! So naiv war ich früher mal, als ich diesen Satz aufschrieb:

„Wir werden die führende Werbeagentur in der Region.“

Ich war überzeugt, mir damit ein starkes Ziel gesetzt zu haben. In Wirklichkeit war es eine schwammige Absichtserklärung. Ich hatte eine Menge falsch gemacht – und vor allem hatte ich die wichtigste Frage nie gestellt: Warum eigentlich?

Heute, nach über 130.000 verkauften Erfolgsjournalen und vielen Jahren eigener Praxis, weiss ich: Zielerreichung fängt mit der richtigen Zielsetzung an. Ist das Fundament schief, erstickt der Erfolg im Keim.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Ziele so setzt, dass sie dich wirklich ans Ziel bringen. Mit 5 Prinzipien, die ich selbst anwende – und mit einer ehrlichen Einordnung der berühmten SMART-Formel, die dir so gut wie jeder Ratgeber verkauft.

Die 5 Prinzipien beim Ziele setzen: starkes Warum, SMART-Formel, richtiger Zeithorizont, visueller Anker und Commitment

Was sind Ziele eigentlich – und was nicht?

Bevor wir loslegen, die Frage, die fast alle überspringen: Was ist überhaupt ein Ziel?

Wenn ich Leute frage, ob sie Ziele haben, kommt sofort: „Natürlich!“ Bohre ich nach, stellt sich meist heraus: Es sind vage Wunschvorstellungen. Genau wie bei mir damals.

Der Unterschied ist entscheidend:

  • Ein Wunsch ist eine Richtung ohne Verpflichtung. „Ich will gesünder leben.“
  • Ein Vorsatz ist ein Wunsch mit etwas mehr Druck, aber ohne Plan. „Ich nehme mir vor, mehr Sport zu machen.“
  • Ein Ziel ist konkret, messbar, terminiert – und es ist an etwas verankert, das dir wirklich etwas bedeutet. „Bis zum 30.06. laufe ich 5 km am Stück, weil ich meinem Körper wieder vertrauen will.“

Der letzte Halbsatz – das Warum – ist der eigentliche Unterschied. Ein Ziel ohne Warum ist nur ein hübsch formulierter Wunsch. Und genau darum geht es in diesem Beitrag mehr als um jede Formel.

Vorab: Was die SMART-Formel kann – und wo sie dich im Stich lässt

Vielleicht kennst du SMART schon: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert. Eine präzise Zielformulierung ist tatsächlich so wichtig wie exakte Koordinaten im Navi – und dafür ist SMART ein brauchbares Werkzeug.

Aber ich sage dir ehrlich, was die meisten Ratgeber verschweigen: SMART formuliert dein Ziel sauber, aber SMART sagt dir mit keiner Silbe, ob das Ziel überhaupt deins ist.

Du kannst ein perfekt SMARTes Ziel haben – spezifisch, messbar, terminiert, alles abgehakt – und trotzdem grandios daran scheitern. Weil es ein fremdbestimmtes Ziel ist. Eins, das du dir gesetzt hast, weil andere es von dir erwarten, weil es sich vernünftig anhört oder weil man das eben so macht. Die Formel kann perfekt sein, das Fundament trotzdem hohl.

Stell dir SMART wie eine saubere Bauanleitung vor. Sie sagt dir präzise, wie du das Haus baust. Sie sagt dir nicht, ob du an diesem Ort überhaupt wohnen willst.

Deshalb drehe ich die übliche Reihenfolge um. Erst kommt die Frage nach dem Warum, nach deinen Werten und deiner Vision. Dann giesst du das Ziel mit SMART in eine saubere Form. Nicht umgekehrt.

Genau diese Reihenfolge steckt in den folgenden 5 Prinzipien.

1. Verankere dein Ziel in einem starken Warum

Je grösser und herausfordernder dein Ziel, desto wichtiger ist es, dass dein Warum glasklar und stark ist. Gerade in schwierigen Phasen und an Hürden – die es immer gibt – brauchst du das unbedingt. Sonst knickst du ein und gibst auf.

Ich habe mehrfach erlebt, wie ich mir ein „leeres Ziel“ mit einem schwachen Warum gesetzt hatte. Eins, von dem ich dachte, ich „müsse“ es erreichen, oder das eher fremdbestimmt war und nicht aus mir selbst kam. Solche Ziele tragen nicht weit.

Mach dir deshalb ausführlich und in Ruhe Gedanken, warum du das Ziel erreichen willst. Diese innere Power ist echt wichtig. Notiere alles, was dir einfällt – ich nutze dafür mein Erfolgsjournal. Ideal ist es, wenn du als Nährboden für deine Ziele bereits eine Vision und Mission für dich definiert hast.

Und ganz zentral: Dein Ziel sollte in Übereinstimmung mit deinen persönlichen Werten stehen. Je stärker ein Ziel von einem deiner Werte getragen wird, desto mehr intrinsische Motivation hast du – und intrinsische Motivation ist der Treibstoff, der nicht versiegt, wenn es ungemütlich wird.

Wenn du wirklich zum Kern deiner Motivation vorstossen willst, wiederhole die Warum-Frage mehrfach. Auf jede Antwort stellst du erneut ein Warum:

Ziel: „Am 31.12. habe ich 50.000 € auf meinem Festgeldkonto angespart.“
Warum will ich das? – „Weil ich mir den Traum von einem Wohnmobil erfüllen möchte.“
Warum dieser Traum? – „Weil es mir wichtig ist, unabhängig reisen zu können.“
Warum ist mir das wichtig? – „Weil Freiheit und Selbstbestimmung meine wichtigsten Werte sind.“

Plötzlich geht es nicht mehr um 50.000 €. Es geht um Freiheit. Und genau das hält dich auf Kurs, wenn die Zahl allein längst nicht mehr motiviert.

Mein Tipp: Wenn du deine Werte nicht aus dem Stand benennen kannst, fang dort an – nicht beim Ziel. Ein Ziel auf unklaren Werten ist ein Haus auf Sand.

2. Giesse dein Ziel mit der SMART-Formel in Form

Jetzt – und erst jetzt – kommt SMART ins Spiel. Wenn das Warum steht, brauchst du eine saubere Formulierung, damit aus der Absicht ein echtes Ziel wird. So einfach geht’s:

  • S – spezifisch: Schreibe (möglichst) einen Satz in der Gegenwartsform mit deiner ganz konkreten Zielformulierung auf.
  • M – messbar: Bau eine Kennzahl ein, an der du überprüfst, ob du angekommen bist. Nicht „viel Geld“, sondern „100.000 €“.
  • A – attraktiv: Das Ziel sollte dich elektrisieren und anziehen. (Wenn du Prinzip 1 ernst genommen hast, ist das fast automatisch erfüllt.)
  • R – realistisch: Hoch gesteckt, aber erreichbar.
  • T – terminiert: Bau ein Datum ein, bis wann du das Ziel erreichst.

Prüfe deine Formulierung auf diese fünf Punkte – dann hast du ein sauberes, überprüfbares Ziel statt einer wabernden Absichtserklärung.

3. Verbinde dein Ziel mit einem visuellen Anker

Dein Unterbewusstsein ist dein wichtigster Verbündeter. Es funktioniert über Bilder und Emotionen – also liefere ihm genau solche Signale.

Such oder schaff dir ein kraftvolles visuelles Motiv zu deinem Ziel. Wenn du ein starkes Warum formuliert hast, trägst du vielleicht schon ein inneres Bild in dir. Mach es sichtbar.

Es geht hier nicht um die laufende Zielvisualisierung, die dich auf dem ganzen Weg begleitet, sondern um das „Titelbild“ deiner Zielstory – einen einfachen, einprägsamen Anker, den du sofort abrufen kannst.

Mein Tipp: Lass dich im Netz oder in Zeitschriften von Motiven inspirieren, die in starker Resonanz zu deinem Ziel stehen. Ich drucke mir das Motiv gern zusammen mit der Zielformulierung aus oder speichere es als Bildschirmhintergrund. So habe ich es immer präsent.

4. Setze dir den richtigen Zeithorizont

Ich bin kein Freund von stabsmässiger Zielplanung mit Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreszielen. Ich überlege mir nicht, was ich in einem fixen Zeitraum erreichen will – ich setze mir ein Ziel und überlege, bis wann ich es erreichen kann.

Meist sind das Ziele in einem Zeitraum von zwei bis sechs Monaten, selten etwas mehr. Das variiert von Ziel zu Ziel.

Zwei Fragen helfen mir, den Zeithorizont zu prüfen:

  • Sehe ich klar, welche konkreten Handlungen ich heute tun kann, um an mein Ziel zu kommen?
  • Spüre ich die Auswirkung dieser Handlungen auf mein Ziel?

So erkenne ich, ob die Grösse und der Zeitraum passen – oder ob ich das Ziel noch einmal herunterbrechen muss.

Tendenziell rate ich dir zu kürzeren Zielen. So bekommst du automatisch mehr Zug auf die Kette: Du siehst direkter, was zu tun ist, und spürst die Wirkung schneller. Liegt das Ziel in weiter Ferne, hältst du dich leicht mit Belanglosigkeiten auf, weil ja „noch so viel Zeit ist“ – und büsst später dafür.

5. Commite dich auf dein Ziel

Wenn du dir ein neues Ziel setzt, solltest du dich darauf festnageln, sodass du nicht einfach zurückrudern kannst. Dazu empfehle ich dir drei Dinge:

  1. Überlege dir eine Belohnung für den Erfolgsfall.
  2. Lege eine Konsequenz fest, falls du es nicht schaffst.
  3. Erzähle anderen von deinem Ziel – und von den ersten beiden Punkten.

Erfolge solltest du unbedingt feiern. Überleg dir also vorher, wie du dich belohnst, wenn du es schaffst. (Du kannst das Bild der Belohnung übrigens prima als visuellen Anker aus Prinzip 3 nutzen – so mache ich das oft.)

Genauso wichtig: Drück dich nicht vor der Konsequenz, wenn du dein Ziel verfehlst. Wie hart du zu dir bist, entscheidest du selbst – das kann von „einen Tag ohne Smartphone“ bis zu „einen festen Betrag spenden“ oder „auf etwas Liebgewonnenes verzichten“ reichen. Wichtig ist nur: Wenn du eine Konsequenz festlegst, dann zieh sie auch durch. Sonst verlierst du dein Gesicht vor dir selbst.

Und genau deshalb der dritte Punkt: Erzähle anderen von deinem Ziel, am besten mehreren Menschen. Bitte sie, dich regelmässig danach zu fragen und dich am Zieldatum konkret darauf anzusprechen, ob du es erreicht hast. Wer eingeweiht ist, dem fällt es viel schwerer, sich rauszureden.

Dein Erfolg beginnt bei der Zielsetzung

Sei dir im Klaren: Dein Erfolg fängt bei der richtigen Zielsetzung an. Ich habe früher oft Ziele verfehlt, weil ich die Zusammenhänge nicht kannte und mir das stabile Fundament fehlte – das Warum.

Diese fünf Prinzipien helfen dir, genau dieses Fundament zu legen. Erst das Warum aus deinen Werten, dann die saubere Form. So setzt du dir Ziele, die nicht nach drei Wochen verpuffen, sondern dich wirklich ans Ziel bringen.

Und wenn du wissen willst, wie du diese Ziele dann auch erreichst, lies meinen Beitrag dazu: Ziele erreichen: 7 erprobte Techniken vom Erfolgsjournal-Autor

Vertiefen kannst du das Fundament hier:

Wenn du deine Ziele, dein Warum und deine Werte an einem Ort festhalten willst, ist das Erfolgsjournal genau dafür gemacht. → Zum DRANBLEIBEN Erfolgsjournal

Dranbleiben! Dein Weg ist das Ziel!

    Veröffentlicht in Ziele

18 Kommentare

  • Hallo Matthias,
    ich möchte mich heute einfach nur mal bei Dir bedanken!
    1. durch Dein Erfolgsjournal habe ich eine konkrete Schablone
    2. Dranbleiben ist zu meinem Lieblingswort geworden ;-)
    3. durch Deine regelmässigen Newsletter verliere ich nicht den Fokus und bleibe dran!
    Vielen Dank und noch viele, inspirierende Newsletter…
    Liebe Grüße aus dem Süden,
    Mathias

    - Mathias Struck
  • Hallo Claudia, freut mich, dass ich dich damit motivieren konnte! 🙂

    - Matthias Hechler
  • Macht Sinn, vereinfacht meine Strategie. Ziele so zu setzen motiviert mich.

    - Claudia Badurek

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