Richtig Ziele setzen mit diesen 5 essenziellen Prinzipien

von Matthias Hechler

Peng! Ziele setzen – und schon geht die Rakete ab! So naiv war ich früher mal, als ich folgende Formulierung definierte:

"Wir werden die führende Werbeagentur in der Region."

Ich war überzeugt, dass ich mir bzw. unserem Unternehmen damit ein starkes Ziel gesetzt hatte. In Wirklichkeit war es lediglich eine schwammige Absichtserklärung.

Bei diesem "Ziel" hatte ich damals eine Menge falsch gemacht. Heute weiß ich, dass die Zielerreichung mit der richtigen Zielsetzung anfängt. Es ist wichtig, dass dieses Fundament stark und sauber gelegt ist, weil sonst der Erfolg vielleicht schon im Keim erstickt wird.

Wie du deine Ziele so setzen kannst, dass du eine optimale Grundlage für deinen Erfolg hast, erfährst du in diesem Beitrag. Hier habe ich 5 Prinzipien zusammengestellt, die ich anwende, wenn ich mir ein neues Ziel setze.

Grafik Ziele setzen mit 5 Prinzipien 1

1. Setze dir dein Ziel mit der SMART-Formel

Wenn ich andere frage, ob sie Ziele haben, höre ich oft spontan "Natürlich habe ich Ziele!". Bohre ich etwas, stellt sich häufig heraus, dass es sich allenfalls um vage Wunschvorstellungen handelt – so ähnlich wie in meinem Beispiel.

Vielleicht kennst du die SMART-Formel bereits. Viele Menschen wissen nach meiner Erfahrung davon allerdings nichts, geschweige denn dass sie ihre Ziele so definieren würden.

Das ist fatal! Denn eine präzise Zielformulierung ist genauso wichtig wie die Eingabe exakter Zielkoordinaten in einem Navigationssystem.

Eigentlich ist die SMART-Formel ganz einfach:

  • Schreibe (möglichst nur) einen Satz in der Gegenwartsform mit deiner ganz konkreten, eigenen Zielformulierung auf (S wie spezifisch).
  • In dieser Formel brauchst du eine Kennzahl, an der du überprüfen kannst, ob du dein Ziel erreicht hast (M wie messbar – z. B. nicht "viel Geld", sondern "100.000 €")
  • Das Ziel sollte dich elektrisieren und anziehen (A wie attraktiv)
  • Außerdem sollte das Ziel zwar hoch gesteckt, aber wirklich erreichbar sein (R wie realistisch)
  • Ganz wichtig ist, dass du ein Datum in deine Zielformulierung einbaust, bis wann du das Ziel erreichen wirst (T wie terminiert).
Prüfe deine Zielformulierung auf die zuvor genannten Aspekte, dann hast du eine wichtige Grundlage, um dein Ziel zu erreichen.

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2. Finde ein starkes Warum, wenn du dir ein Ziel setzt

Je größer und herausfordernder dein Ziel ist, desto wichtiger ist es, dass deine Motivation, dein Warum für das Ziel glasklar und stark ist. Gerade in schwierigen Phasen und an Hürden – die es immer gibt – brauchst du das unbedingt. Sonst knickst du ganz schnell ein und gibst auf.

Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass ich mir ein "leeres Ziel" mit einem schwachen Warum gesetzt hatte. Eins, von dem ich vielleicht dachte, dass ich es erreichen "muss" oder es eher fremdbestimmt war und nicht aus mir selbst kam.

Mache dir ausführlich und in Ruhe Gedanken darüber, warum du das Ziel erreichen willst. Diese innere Power ist echt wichtig! Notiere dir alles, was dir dazu einfällt. Ich nutze dazu mein Erfolgsjournal

Wenn du wirklich zum Kern deiner Motivation vorstoßen willst, kann es helfen, wenn du die Frage nach dem Warum mehrfach wiederholst, in dem du zu deiner Antwort wieder eine neue Warum-Frage stellst.

Beispielsweise hast du dir das Ziel gesetzt:
"Am 31.12.2019 habe ich 50.000 € auf meinem Festgeldkonto angespart."

Warum will ich das Ziel erreichen?
"Weil ich mir den Traum von einem Wohnmobil erfüllen möchte."

Warum will ich mir diesen Traum erfüllen?
"Weil es mir wichtig ist, unabhängig reisen zu können."

Warum ist es mir wichtig, unabhängig zu reisen?
"Weil Freiheit und Selbstbestimmung meine wichtigsten Werte sind."

Wenn du auf diese Weise vorgehst, kannst du deine intrinsische Motivation besser ergründen.

In diesem Beispiel könntest du dann in deinem Warum Wohnmobil und Freiheit vereinen, was es emotional viel stärker auflädt.

3. Verbinde deine Zielsetzung mit einem visuellen Anker

Dein Unterbewusstsein ist dein wichtigster Verbündeter für deinen Erfolg. Da es über Bilder und Emotionen funktioniert, solltest du ihm solche Signale liefern, damit es dich unterstützen kann. 

Schaffe oder suche dir deshalb immer ein kraftvolles visuelles Motiv, wenn du dir ein Ziel setzt.

Wenn du ein starkes Warum für dein Ziel formuliert hast, wirst du eventuell schon ganz automatisch ein emotionales inneres Bild in dir fühlen. Versuche es sichtbar zu machen.

Es geht dabei nicht um die Zielvisualisierung, die dich auf dem Weg zu deinem Ziel begleiten sollte, sondern eher um das "Titelbild" deiner Zielstory. Es soll als einfacher, einprägsamer Anker dienen, den du immer sofort abrufbereit hast. 

Lasse dich inspirieren und suche im Internet oder Zeitschriften nach Motiven, die in starker Resonanz zu deinem Ziel stehen. Du kannst es natürlich auch rein vor deinem inneren Auge entstehen lassen. Ich mag es jedoch, wenn ich mir ein Motiv zusammen mit der Zielformulierung ausdrucken oder auf dem Handy bzw. als Bildschirmhintergrund abspeichern kann. So habe ich es es immer wieder präsent vor Augen.

4. Setze dir Ziele mit dem richtigen Zeithorizont

Ich bin kein Freund von einer stabsmäßigen Zielplanung mit Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreszielen. Ich überlege mir also nicht, was ich in einem bestimmten Zeitraum erreichen will, sondern setze mir ein Ziel und überlege, bis wann ich es erreichen kann.

Meist sind das Ziele, die ich in einem Zeitraum von zwei bis sechs Monaten anpeile – selten auch mal etwas mehr. Das kann natürlich individuell und von Ziel zu Ziel variieren. 

Wenn ich mir ein Ziel setze, überprüfe ich es zunächst mit den beiden folgenden Fragen: 

  • Kann ich klar sehen, welche konkreten Handlungen ich heute tun kann/muss, um an mein Ziel zu kommen?
  • Kann ich die Auswirkung dieser Handlungen auf mein Ziel effektiv spüren?

So kann ich erkennen, ob die Größe des Ziels passt, ob der gewählte Zeitraum stimmt und ob ich ggf. etwas justieren muss, in dem ich das Ziel beispielsweise noch einmal herunterbreche.

Tendenziell rate ich dir zu kürzeren Zielen. So bekommst du automatisch mehr "Zug auf die Kette". Du erkennst viel deutlicher, was du zu tun hast, siehst direkter die Auswirkungen und musst einfach Gas geben.

Ist dein Ziel hingegen noch in weiter Ferne, hältst du dich vielleicht ewig mit Belanglosigkeiten auf, weil ja "noch so viel Zeit ist". Dann eierst du eventuell (zu) lange rum, drückst dich vor wichtigen Taten und büßt später dafür.

5. Commite dich auf deine Ziele

Wenn du dir ein neues Ziel setzt, solltest du dich darauf festnageln, so dass du nicht ohne weiteres zurückrudern oder aufgeben kannst.

Dazu empfehle ich dir drei Dinge:

  1. Überlege dir eine Belohnung für den Fall des Erfolges.
  2. Lege eine Strafe für dich fest, wenn du es nicht schaffst.
  3. Erzähle anderen von deinem Ziel und den beiden ersten Punkten.

Erfolge solltest du auf jeden Fall feiern und dich belohnen, wenn du dein Ziel erreichst! Überlege dir also, wie du dich belohnen wirst, wenn du es schaffst. Das ist sehr wichtig! Vielleicht kannst du das geistige Bild der Belohnung auch als visuellen Anker (siehe Punkt 3. oben) verwenden. So mache ich das häufig. 

Es ist genauso essenziell, dass du dich nicht vor der von dir festlegten Strafe im Falle eines Misserfolges drückst!

Wie hart du zu dir sein willst, musst du selbst entscheiden. Bei der Definition einer Strafe sollte dir klar sein, dass du es wirklich tun musst! Ziehe es konsequent durch, sonst verlierst du dein Gesicht vor dir! Wenn du – wie empfohlen – andere eingeweiht hast, wird es dir viel schwerer fallen nach Ausflüchten zu suchen.

Erzähle deshalb anderen von deinem Ziel, am besten mehreren Personen. Und auch, welche Strafe du dir überlegt hast. Bitte diese Menschen, dich regelmäßig danach zu fragen und am Zieldatum konkret darauf anzusprechen, ob du dein Ziel erreicht hast.

Du kannst alternativ auch eine Commitment-Plattform wie www.stickk.com dazu nutzen. Ich bevorzuge allerdings den zuvor genannten, konventionellen Weg.

Sei dir darüber im Klaren, dass dein Erfolg bei der richtigen Zielsetzung beginnt. Ich habe früher oft Ziele nicht erreicht, weil ich die Zusammenhänge nicht kannte und mir deshalb dieses stabile Fundament fehlte. 

Die hier beschriebenen 5 Prinzipien werden auch dir helfen, die richtige Basis zu schaffen, auf der du deine Ziele erreichst.

Dranbleiben! Dein Weg ist das Ziel!

4 Kommentare

  • Hallo Matthias,
    ich möchte mich heute einfach nur mal bei Dir bedanken!
    1. durch Dein Erfolgsjournal habe ich eine konkrete Schablone
    2. Dranbleiben ist zu meinem Lieblingswort geworden ;-)
    3. durch Deine regelmässigen Newsletter verliere ich nicht den Fokus und bleibe dran!

    Vielen Dank und noch viele, inspirierende Newsletter...

    Liebe Grüße aus dem Süden,
    Mathias
  • Hallo Mathias, hey, sehr gerne und vielen Dank für das positive Feedback! Freut mich, dass das "Gesamtpaket" so wertvoll für dich ist. 🙂
  • Macht Sinn, vereinfacht meine Strategie. Ziele so zu setzen motiviert mich.
  • Hallo Claudia, freut mich, dass ich dich damit motivieren konnte! 🙂

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